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Waldgedichte

Hier finden Sie Gedichte der Waldschule Vogel. Diese Gedichte wurden auch als Bücher gedruckt. Zahlreiche Waldkinder haben die einzelnen Strophen dieser Bücher mit tollen Zeichnungen illustriert. Dafür vielen Dank! Eine Auswahl dieser Zeichnungen finden sie auch auf unserer Website.

Außerdem sammeln wir auch Gedichte rund ums Thema Wald die nicht von uns verfasst wurden. Viel Spaß beim Lesen der Gedichte!

Das Waldjahr - Erlebe eine tolle Zeit!   Wolfgang Vogel

 

Vom Wald in den vier Jahreszeiten,

will ich dir hier berichten,

ich hoffe es wird dir gefallen,

sind fröhliche Geschichten!

 

Frühling, Sommer, Herbst und Winter,

einfach in jeder Jahreszeit,

hält der Wald, nicht nur für Kinder,

jede Menge Glück bereit!

Begleite mich auf diese Reise,

führen wird dich stets ein Reim,

denn auf diese Art und Weise,

wird es sicher lustig sein!

 

Am Ende weißt du ganz genau,

was im Waldjahr so passiert,

ja dann bist du wirklich schlau,

und ganz sicher amüsiert!

Herbst im Wald – eine tolle Zeit!

 

Zeit der Ernte, Zeit des Dankes,

überall ist Überfluss,

Zeit der Düfte und Gerüche,

und des Winters erster Gruß.

 

Wild, Kastanien, Preißelbeeren,

wir im Herbst sehr gern verzehren,

ja wir wären sehr verzagt,

wenn der Jäger jetzt nicht jagt!

 

Dort ein Steinpilz, hier ein Schwammerl,

das ich leider gar nicht kenne,

dort hinten viele Eierschwammerl,

zu denen ich jetzt schnell hin renne!

 

Goldne Sonne, kalte Nächte,

überall wird es jetzt bunt,

Bäume lassen Blätter fallen,

der erste Frost ist wohl der Grund!

 

Rot, orange und gelb die Blätter,

herbstlich leuchtet jetzt der Wald,

Blätter rascheln, Blätter tanzen,

und auch die Früchte reifen bald!

 

Zeit für die Tiere und die Pflanzen,

sich für den Winter fit zu machen,

ein dichtes Fell, ein dicker Ranzen,

fehlt nur ein Platz zum Glücklichsein!

 

Zeit für den Förster auch zu ernten,

reife Bäume werden jetzt gefällt,

denn lieber Waldfreund stets bedenke,

auch der Waldherr braucht das Geld!

 

So jetzt kann der Winter kommen,

die Natur ist jetzt bereit,

und auch alle Kinder freun sich,

jetzt schon auf die Winterzeit!

 

 

 

 

Frühling im Wald – eine tolle Zeit!

 

Frühling, Zeit für Neubeginn,

der Start in ein neues Jahr,

mir kommt jetzt eines in den Sinn,

toll wird es sicher, ist doch klar!

 

Noch sind die Knospen fest geschlossen,

Blätter und Blüten warten noch auf ihre Zeit,

doch sind wir jetzt nicht mehr verdrossen,

der Frühling ist nun nicht mehr weit!

 

Die Tage werden wieder länger,

die Sonne wärmt und taut den Schnee,

der Förster hat auf seinem Hänger,

den Futterrest für Hirsch und Reh!

 

So nun geht es Schlag auf Schlag,

überall beginnt es jetzt zu sprießen,

und wir wollen Tag für Tag,

die Sonnenkraft genießen!

 

Bunt durch tausend Frühlingsblumen,

ist des Waldes Boden nun,

und die Tiere haben Junge

und alle Hände voll zu tun!

 

Aus den Knospen wachsen Blätter,

alle streben sie zum Licht,

wehe es ist wer zu langsam,

der sieht dann die Sonne nicht!

 

Die Vögel sind nun auch zurück,

und voller Zwitschern ist der Wald,

sie bauen Nester voller Glück,

die jungen Vögel schlüpfen bald!

 

Mai-Regen und Frühlingssonne,

zart-hellgrün sind nun die Bäume,

im Moos, im Gras, im Nadelbett,

entstehn die tollsten Träume!

 

 

 

 

Winter im Wald – eine tolle Zeit!

 

Der Boden ist mit Schnee bedeckt,

voller Spuren ist der Wald,

die Tiere haben sich versteckt,

bestimmt finde ich sie bald!

 

Siebenschläfer, Igel, Murmeltier,

schlafen nun mit warmen Fell,

leben von den Fettreserven,

fühlen sich wie im Hotel!

 

Steif und starr im Waldesboden

sind nun Käfer, Assel, Wurm,

und auch Frosch und Salamander

warten auf den Frühlingssturm!

 

Manche Vögel sind im Süden,

finden hier jetzt keinen Wurm!

Vögel, die auch Körner lieben,

erobern unser Herz im Sturm!

 

Winterruhe machen nun die Tiere,

ja jetzt sparen sie die Kraft,

werden sie im Wald erschreckt,

manches nicht den Winter schafft!

 

Schneebedeckt ist nun der Wald,

Hirsch und Reh haben es schwer,

draußen ist es furchtbar kalt,

des Försters Futter hilft da sehr!

 

Eichhörnchen und auch die Maus,

suchen jetzt die vollbeladnen Kammern,

wenn ein Raubtier sie erwischt,

gibt es allen Grund zum Jammern!

 

Doch es gibt auch manches Tier,

das den Winter liebt wie wir,

für den Fuchs und auch den Has,

beginnt er nun der große Spaß!

 

 

 

 

Sommer im Wald – eine tolle Zeit!

 

Leute, Kinder freut euch alle,

Sommerzeit ist es jetzt bald,

wer an die Kindheit sich erinnert,

weiß, am schönsten ist´s im Wald!

 

Barfuß laufen übers Moos,

komm mit, ich kenne eine Stelle,

im Wald ist immer etwas los,

und unsern Durst stillt eine Quelle!

 

Dunkelgrün sind nun die Wälder,

drinnen ist es schattig kühl,

und der Bauer mäht die Felder,

auf denen bunte Blumen blühn!

 

Im Wald ein Bach, ein toller Platz,

das Wasser wird gestaut,

fröhlich zwitschert auch der Spatz,

schnell wird ein Damm gebaut!

 

Eichhörnchen klettern von Baum zu Baum,

den Specht kannst du jetzt hören,

und auf der Wiese springt das Reh,

verliebt, lässt sich nicht stören!

 

Ein Spaziergang oder Wandern,

durch den frischen, kühlen Wald,

Walderdbeeren, süß und lecker,

bringen eine Pause bald!

 

Im Wald wird jetzt ein Haus gebaut,

mit Ästen, Eifer und Ideen,

ein Lager für uns Waldpiraten,

wird hier im Wald entstehn!

 

Ein kurzes Schläfchen auf dem Moos,

den Mund mit Beeren voll,

im Wald ist immer etwas los,

so ein Sommer - wirklich toll!

 

 

 

 

Die Aufgaben des Waldes (Wolfgang Vogel)

Was der Wald für dich so tut!

 

Er speichert große Wassermassen,

hält den Erdrutsch fern von Straßen,

schützt vor Lawinen und vor Felsen,

doch leider nicht vor kleinen Gelsen!

 

Durch starke Waldgesetzeskraft,

ist nachhaltig die Forstwirtschaft,

müssen den Wald jetzt nicht nur schützen,

sondern dürfen ihn auch nützen!

 

Dächer, Terrassen und Papier,

sind aus Holz, das glaube mir!

Auch der Tischler braucht das Holz,

macht Tische, Kästen voller Stolz!

 

Holz für Flöte und Klavier,

braucht die Musik, macht Freude dir!

Das Holz erwärmt dir auch das Zimmer,

du siehst es schon, du brauchst es immer!

 

Pilze, Kräuter, Beeren, Wild

hält der Wald für dich bereit,

und auch hübsche Tannenbäume,

in der schönen Weihnachtszeit!

 

Und weiters weiß doch jedes Kind,

dass Bäume wirklich wichtig sind!

Uns würd es gar nicht Wohl ergehn,

wenn bei uns keine Bäume stehn!

 

Frische Luft gibt uns der Wald,

das ist wichtig für die Lunge,

er reinigt unser Wasser auch,

tut gut dem Bauch und schmeckt der Zunge!

 

Er schluckt den Lärm,

filtert die Luft,

und jeder liebt,

vom Wald den Duft!

 

Und nicht zuletzt, das sag ich dir,

und an das denken viele kaum,

für Pilze, Pflanzen und auch Tier,

ist der Wald der Lebensraum!

 

Nun tut der Wald wohl schon genug,

das möchte man nun meinen,

doch weil es im Wald besonders ist,

muss ich das verneinen!

 

Bei Eile, Ärger und auch Stress,

begib dich in den Wald,

in Kürze bist du dann erholt,

total entspannt bist du sehr bald!

 

Und noch ein Punkt, einer von vielen,

im Wald, da kann man super spielen!

Bist du schon mal im Wald gesessen,

und hast ein Picknick dort gegessen?

 

Frühling, Sommer, Herbst und Winter,

einfach in jeder Jahreszeit,

hält der Wald, nicht nur für Kinder,

jede Menge Glück bereit!

 

So jetzt bist du aber schlauer,

oder hast du das gewusst,

vieles weißt du jetzt genauer,

und hast auf Wald jetzt richtig Lust!

 

Willst du dich beim Wald bedanken,

mach nichts kaputt, nimm mit den Müll!

Denn er könnte ja erkranken,

und das ist das, was keiner will!

 

So ich mach jetzt hier ein Ende,

so ich mach jetzt aber Schluss,

ist bestimmt noch lang nicht alles,

was der Wald so machen muss!

 

Sollte dir noch was einfallen,

was der Wald so alles tut,

bitte mach mir den Gefallen,

freue dich und merks dir gut!

 

Und zum Schluss noch einen Tipp,

nimm in den Wald die Freunde mit!

 

Wolfgang Vogel

 

Das Schneeglöckchen

(Barbara Scharler)

 

Als Gott die Blumen alle fragte,

wann sie blühen wollen auf der Welt,

meldete sich zum Schluss und klagte,

ein weißes Blümchen ganz gequält.

 

Bitte sagt es, Herr und Gott,

eins das wäre fein,

hast du eine Zeit für mich,

zum Blühn für mich allein.

 

Die Menschen übersehn mich sonst,

ich bin so zart und klein,

darum sollte es für mich,

was ganz besondres sein!

 

Gut, lacht der liebe Gott und spricht,

es ist sonst nichts mehr zu vergeben,

noch vor dem Frühling, nach dem Winter,

in dieser Zeit sollst du jetzt leben!

 

Das Blümchen duckt sich, wird ganz klein!

Da stürmt und schneit es, und alles kommt so schnell herbei!

Was mach ich dann, so ganz allein?

Wer hilft mir dann dabei?

 

Mit sanfter Stimme sagt nun Gott,

des Wetters Herr und Meister der bin ich!

Beruhigt fragt nun das Ding ganz flott,

wie nennt man nun in Zukunft mich!

 

Gott dachte noch ein bisschen nach,

betrachtet es nicht ohne Grund,

entschied sich kurz darauf und sprach,

Schneeglöckchen heißt du - bleib gesund!

 

 

 

Ein über 100 Jahre altes Gedicht aus den Kindertagen meiner Oma aus Altenmarkt im Pongau!

Danke für die Überlieferung! Ich habe es vom Pongauer Dialekt ins "Deutsche" übersetzt!

Der schöne Sinn und die Botschaft sind dabei erhalten geblieben!

Der Verfasser ist nicht bekannt!

 

 

Die Schwalben

 

 

Die Schwalben halten zwitschernd,

hoch auf des Turmes Rast.

Die Älteste spricht bedenklich:

Der Herbst hat sich genaht!

 

Schon färben sich die Blätter

die Felder werden leer.

Bald tanzt kein einzig Mücklein

im Strahl der Sonne mehr.

 

Seid ihr zur Reise fertig?

Die Alten zwischern ja!

Die Jungen fragen lustig,

wohin, nach Afrika?

 

Nun schwirrt es durch die Lüfte,

verlassen steht das Nest,

doch alle hält die Liebe,

in ihrer Heimat fest.

 

Wohl sind`s viel hundert Meilen,

von hier bis Afrika

und kommt der Sommer wieder

sind auch die Schalben wieder da!

 

Von Waltraut Fuchs übermittelt, Wals Käferheim 14.11.2016  Vielen Dank!

 

Die Spatzen

 

In einem leeren Haselstrauch

da sitzen drei Spatzen Bauch an Bauch.

 

Der Erich rechts und links der Franz

und mittendrin der freche Hans.

 

Sie rücken zusammen dicht ganz dicht,

so warm wie der Hans hat`s niemand nicht!

 

Sie haben die Augen zu ganz zu

und oben drüber da schneit es hu!

 

Sie hören alle drei ihrer Herzleingepoch

und wenn sie nicht weg sind

dann sitzen sie noch!

 

Nochmals vielen Dank an Frau Waltraud Fuchs aus Käferheim!

 

 

 

 


Impressionen....